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Jugendtrainer - ein gefährlicher Trend?
#11
Tuchel passt 1A, denn der kam auch von der A-Jugend zu den Profis. Klopp war 3 Tage (!) bevor er bei Mainz Cheftrainer wurde noch Spieler.

Es kommt jetzt natürlich drauf an, wie man Jugendtrainer und den Aufstieg definiert. Tedesco kam als Jugendtrainer von Hoffe nach Aue, hat also den Verein gewechselt. Ebenso wie David Wagner, der allerdings auch in Dortmund die U23 trainierte, muss man nicht mehr als "Jugendmannschaft" sehen.

Insgesamt finde ich die Entwicklung von jungen Trainern bei uns gut, gerade wenn es keine ehemaligen Topspieler mehr sind, sondern solche, die schon früh das Trainerhandwerk lernen. Rangnick ist für mich das Beste Beispiel eines Trainers, der nie Profi war aber trotzdem ne Menge Ahnung hat. Wurde früher natürlich auch gerne mal belächelt, wenn er von Taktik angefangen hat.
"Scheitern ist der erste Schritt zum Erfolg. Der zweite ist, sich einen Pferdeschwanz wachsen zu lassen." Heart
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 Es bedanken sich: Jano , Beobachter

#12
(05.12 2017, 13:16)Jarou schrieb:  Tuchel passt 1A, denn der kam auch von der A-Jugend zu den Profis. Klopp war 3 Tage (!) bevor er bei Mainz Cheftrainer wurde noch Spieler.

Es kommt jetzt natürlich drauf an, wie man Jugendtrainer und den Aufstieg definiert. Tedesco kam als Jugendtrainer von Hoffe nach Aue, hat also den Verein gewechselt. Ebenso wie David Wagner, der allerdings auch in Dortmund die U23 trainierte, muss man nicht mehr als "Jugendmannschaft" sehen.

Insgesamt finde ich die Entwicklung von jungen Trainern bei uns gut, gerade wenn es keine ehemaligen Topspieler mehr sind, sondern solche, die schon früh das Trainerhandwerk lernen. Rangnick ist für mich das Beste Beispiel eines Trainers, der nie Profi war aber trotzdem ne Menge Ahnung hat. Wurde früher natürlich auch gerne mal belächelt, wenn er von Taktik angefangen hat.
und was haben Tuchel und Klopp gemeinsam? Sie wurden beide nicht während der Saison verpflichtet, sondern waren seit Spieltag 1. Trainer und das ist eben mein Punkt. Die Jugendtrainer werden zu oft ins Kalte Wasser geworfen und können das Team nicht richtig einstellen. Klopp und Tuchel konnten beide ganz entspannt ihren Kader zusammenstellen und kennenlernen und hatten auch weniger Druck, da Sie eben nicht im Abstiegskampf oder so waren.

Ich habe nichts gegen Jugendtrainer, die sind ja eben sehr wichtig für dne Profi-Fußball, aber mir gefälllt eben nicht wann sie eingesetzt werden.
Oh Du mein FCB Meine Liebe rot wie Blut und weiß wie Schnee
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#13
Scholl schlägt auch in die Kerbe (Kicker):

"Für seine deutlichen Worte ist Scholl ja bekannt, jetzt bekommen die jungen Trainer vom ehemaligen Nachwuchstrainer des FC Bayern München ihr Fett weg. "Die Tedescos, die Wolfs - sie sprießen aus dem Boden und der deutsche Fußball wird sein blaues Wunder erleben", haute er in seiner Radiosendung "Mehmets Schollplatten" raus. Die Trainerausbildung beim DFB in Köln bezeichnetet er dabei als "elf Monate Gehirnwäsche".

Scholl gefällt es ganz offensichtlich nicht, dass das Individuum in den heutigen Systemen keine Rolle mehr spielt. "Sie sind nicht wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert", lautet sein Vorwurf und sieht eine aus seiner Sicht fatale Entwicklung auf den deutschen Fußball zukommen. "Viel schlimmer: Diese ganzen Trainer gehen jetzt in den Nachwuchs, weil oben die Plätze begrenzt sind."

Die langfristige Folge? "Wir verlieren die Basis", fürchtet Scholl. "Die Kinder müssen abspielen, dürfen sich nicht mehr im Dribbeln ausprobieren. Sie kriegen nicht die richtigen Hinweise, warum ein Pass nicht gelingt, warum ein Dribbling nicht gelingt, warum der Zweikampf verloren wurde. Stattdessen können sie 18 Systeme, rückwärtslaufen und furzen."
Kein Platz mehr für Ribery, Robben und Effenberg

Ein ganz bestimmter Spielertyp wird dabei nicht mehr benötigt, prophezeit Scholl. "Nebenbei werden die Riberys und Robbens aussortiert, weil sie unbequem sind. Auch die Machtmenschen wie Effe (Effenberg, Anm.d.Red.), die dann am Ende den Unterschied ausmachen können, die werden auch aussortiert."

Und so werde ganz oben nur noch "eine weichgespülte Masse ankommen, die erfolgreich sein wird, aber niemals das Große gewinnen wird." Scholl selbst hat den 58. Trainerlehrgang 2011/12 übrigens gemeinsam mit Stefan Effenberg erfolgreich bestanden. Von den aktuellen Bundesligatrainern war damals auch Hannes Wolf (VfB Stuttgart) dabei."
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#14
(08.12 2017, 13:49)Beobachter schrieb:  Scholl schlägt auch in die Kerbe (Kicker):

"Für seine deutlichen Worte ist Scholl ja bekannt, jetzt bekommen die jungen Trainer vom ehemaligen Nachwuchstrainer des FC Bayern München ihr Fett weg. "Die Tedescos, die Wolfs - sie sprießen aus dem Boden und der deutsche Fußball wird sein blaues Wunder erleben", haute er in seiner Radiosendung "Mehmets Schollplatten" raus. Die Trainerausbildung beim DFB in Köln bezeichnetet er dabei als "elf Monate Gehirnwäsche".

Scholl gefällt es ganz offensichtlich nicht, dass das Individuum in den heutigen Systemen keine Rolle mehr spielt. "Sie sind nicht wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert", lautet sein Vorwurf und sieht eine aus seiner Sicht fatale Entwicklung auf den deutschen Fußball zukommen. "Viel schlimmer: Diese ganzen Trainer gehen jetzt in den Nachwuchs, weil oben die Plätze begrenzt sind."

Die langfristige Folge? "Wir verlieren die Basis", fürchtet Scholl. "Die Kinder müssen abspielen, dürfen sich nicht mehr im Dribbeln ausprobieren. Sie kriegen nicht die richtigen Hinweise, warum ein Pass nicht gelingt, warum ein Dribbling nicht gelingt, warum der Zweikampf verloren wurde. Stattdessen können sie 18 Systeme, rückwärtslaufen und furzen."
Kein Platz mehr für Ribery, Robben und Effenberg

Ein ganz bestimmter Spielertyp wird dabei nicht mehr benötigt, prophezeit Scholl. "Nebenbei werden die Riberys und Robbens aussortiert, weil sie unbequem sind. Auch die Machtmenschen wie Effe (Effenberg, Anm.d.Red.), die dann am Ende den Unterschied ausmachen können, die werden auch aussortiert."

Und so werde ganz oben nur noch "eine weichgespülte Masse ankommen, die erfolgreich sein wird, aber niemals das Große gewinnen wird." Scholl selbst hat den 58. Trainerlehrgang 2011/12 übrigens gemeinsam mit Stefan Effenberg erfolgreich bestanden. Von den aktuellen Bundesligatrainern war damals auch Hannes Wolf (VfB Stuttgart) dabei."

naja....

man sieht ja wie erfolgreich Scholli und Effe als Trainer sind!
Ein Pessimist zu sein hat den Vorteil, dass man entweder ständig recht behält oder angenehme Überraschungen erlebt.
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#15
(08.12 2017, 15:08)lavl schrieb:  
(08.12 2017, 13:49)Beobachter schrieb:  Scholl schlägt auch in die Kerbe (Kicker):

"Für seine deutlichen Worte ist Scholl ja bekannt, jetzt bekommen die jungen Trainer vom ehemaligen Nachwuchstrainer des FC Bayern München ihr Fett weg. "Die Tedescos, die Wolfs - sie sprießen aus dem Boden und der deutsche Fußball wird sein blaues Wunder erleben", haute er in seiner Radiosendung "Mehmets Schollplatten" raus. Die Trainerausbildung beim DFB in Köln bezeichnetet er dabei als "elf Monate Gehirnwäsche".

Scholl gefällt es ganz offensichtlich nicht, dass das Individuum in den heutigen Systemen keine Rolle mehr spielt. "Sie sind nicht wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert", lautet sein Vorwurf und sieht eine aus seiner Sicht fatale Entwicklung auf den deutschen Fußball zukommen. "Viel schlimmer: Diese ganzen Trainer gehen jetzt in den Nachwuchs, weil oben die Plätze begrenzt sind."

Die langfristige Folge? "Wir verlieren die Basis", fürchtet Scholl. "Die Kinder müssen abspielen, dürfen sich nicht mehr im Dribbeln ausprobieren. Sie kriegen nicht die richtigen Hinweise, warum ein Pass nicht gelingt, warum ein Dribbling nicht gelingt, warum der Zweikampf verloren wurde. Stattdessen können sie 18 Systeme, rückwärtslaufen und furzen."
Kein Platz mehr für Ribery, Robben und Effenberg

Ein ganz bestimmter Spielertyp wird dabei nicht mehr benötigt, prophezeit Scholl. "Nebenbei werden die Riberys und Robbens aussortiert, weil sie unbequem sind. Auch die Machtmenschen wie Effe (Effenberg, Anm.d.Red.), die dann am Ende den Unterschied ausmachen können, die werden auch aussortiert."

Und so werde ganz oben nur noch "eine weichgespülte Masse ankommen, die erfolgreich sein wird, aber niemals das Große gewinnen wird." Scholl selbst hat den 58. Trainerlehrgang 2011/12 übrigens gemeinsam mit Stefan Effenberg erfolgreich bestanden. Von den aktuellen Bundesligatrainern war damals auch Hannes Wolf (VfB Stuttgart) dabei."

naja....

man sieht ja wie erfolgreich Scholli und Effe als Trainer sind!
Glaub in dem Bezug ging es ihm mehr um die Spielertypen .
Hier könnt so´n komischer Spruch stehen...
Antworten

#16
(08.12 2017, 15:10)Jano schrieb:  
(08.12 2017, 15:08)lavl schrieb:  
(08.12 2017, 13:49)Beobachter schrieb:  Scholl schlägt auch in die Kerbe (Kicker):

"Für seine deutlichen Worte ist Scholl ja bekannt, jetzt bekommen die jungen Trainer vom ehemaligen Nachwuchstrainer des FC Bayern München ihr Fett weg. "Die Tedescos, die Wolfs - sie sprießen aus dem Boden und der deutsche Fußball wird sein blaues Wunder erleben", haute er in seiner Radiosendung "Mehmets Schollplatten" raus. Die Trainerausbildung beim DFB in Köln bezeichnetet er dabei als "elf Monate Gehirnwäsche".

Scholl gefällt es ganz offensichtlich nicht, dass das Individuum in den heutigen Systemen keine Rolle mehr spielt. "Sie sind nicht wirklich an den Menschen und den Fußballern interessiert", lautet sein Vorwurf und sieht eine aus seiner Sicht fatale Entwicklung auf den deutschen Fußball zukommen. "Viel schlimmer: Diese ganzen Trainer gehen jetzt in den Nachwuchs, weil oben die Plätze begrenzt sind."

Die langfristige Folge? "Wir verlieren die Basis", fürchtet Scholl. "Die Kinder müssen abspielen, dürfen sich nicht mehr im Dribbeln ausprobieren. Sie kriegen nicht die richtigen Hinweise, warum ein Pass nicht gelingt, warum ein Dribbling nicht gelingt, warum der Zweikampf verloren wurde. Stattdessen können sie 18 Systeme, rückwärtslaufen und furzen."
Kein Platz mehr für Ribery, Robben und Effenberg

Ein ganz bestimmter Spielertyp wird dabei nicht mehr benötigt, prophezeit Scholl. "Nebenbei werden die Riberys und Robbens aussortiert, weil sie unbequem sind. Auch die Machtmenschen wie Effe (Effenberg, Anm.d.Red.), die dann am Ende den Unterschied ausmachen können, die werden auch aussortiert."

Und so werde ganz oben nur noch "eine weichgespülte Masse ankommen, die erfolgreich sein wird, aber niemals das Große gewinnen wird." Scholl selbst hat den 58. Trainerlehrgang 2011/12 übrigens gemeinsam mit Stefan Effenberg erfolgreich bestanden. Von den aktuellen Bundesligatrainern war damals auch Hannes Wolf (VfB Stuttgart) dabei."

naja....

man sieht ja wie erfolgreich Scholli und Effe als Trainer sind!
Glaub in dem Bezug ging es ihm mehr um die Spielertypen .

ja...Teils, Teils

aber er bezog sich vor allem auf die junge Trainergeneration, die auch eben im Bezug auf die ungenügende Spielerentwicklung Fehler macht. So hab ich den Artikel verstanden und dann muss ich mich schon wieder Fragen, wie ein Scholl, bequem von der TV-Experten-Couch, wie manch andere auch, immer meint bei so vielen Themen seinen Senf abgeben zu müssen. Wie eben ein Effenberg oder auch ein Hahmann.
Alle drei im Besitz eines Trainerscheins. Aber keiner aktiv tätig. Warum auch...?
Im TV stänkern ist doch viel bequemer!
Ein Pessimist zu sein hat den Vorteil, dass man entweder ständig recht behält oder angenehme Überraschungen erlebt.
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#17
Mal davon ab, dass es um Mehmet geht, hier ein sehr lustiger Kommentar von Spon:


"Die Wahrheit über Scholls Gemecker
Mehmet Scholl hat mit seiner Kritik an Systemtrainern polarisiert - und musste sich schnell selbst einiges anhören. Die Tochter unseres Autors Peter Ahrens war eben in der Redaktion und sagte alles, was zu dem Fall gesagt werden muss."

Hier der Kommentar

Roflmao
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#18
Traurigerweise ist das einer der besseren "Artikel" dieser be***** Online-Redaktion.
Oh Du mein FCB Meine Liebe rot wie Blut und weiß wie Schnee
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#19
stimmt allerdings. Die haben qualitativ so nachgelassen. Zumiundest über Umwege liest man es dann aber doch hin und wieder...
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#20
(09.12 2017, 14:58)Beobachter schrieb:  stimmt allerdings. Die haben qualitativ so nachgelassen. Zumiundest über Umwege liest man es dann aber doch hin und wieder...

Wobei man sagen muss, dass die gedruckte Form vom Spiegel doch nochmal qualitativ hochwertigere Artikel hat als die Online-Ausgabe.

Finde es aktuell sowieso schwierig Seiten zu finden, wo man gute Sportartikel (oder auch andere gute Artikel über Politik usw.) lesen kann. Bei Artikel vom Focus, Bild, Sport1,t-online und dem Spiegel muss ich teilweise fast weinen. Mittlerweile lese ich im Prinzip nur noch die süddeutsche und den kicker, da steht zwar auch teilweise quatsch drinnen, aber deutlich weniger als bei den anderen genannten Zeitungen.
Oh Du mein FCB Meine Liebe rot wie Blut und weiß wie Schnee
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