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Jugendtrainer - ein gefährlicher Trend?
#1
In letzter Zeit fällt mir vermehrt auf, dass immer mehr Vereine in der Bundesliga nach einer Trainerentlassung mehr auf die Jugendtrainer setzen und die danach auch behalten. Das ist zwar alles in Ordnung, dass man seine Jugendtrainer befördern und fördern will, aber die Wahrscheinlichkeit, dass der Trainer scheitert ist groß und der jeweilige Trainer ist dann für lange Zeit verbrannt. Würde man den Trainer hochziehen, wenn es dem Verein gut geht, würde ich das absolut gutheißen, aber meistens werden die Trainer in Situation hineinbefördert, wo Sie kaum Erfolg haben können auf Dauer. Das finde ich äußerst schwierig, da dadurch viele potenziell gute Trainer schon früh Ihre Karriere gefährden.

Ich finde diesen Trend gefährlich, da dadurch immer weniger Trainer aus der Jugend es wirklich schaffen sich im Geschäft Bundesliga zu etablieren. Bremen hat 2 Jugendtrainer schon verbrannt und wird den Kohlfeldt auch sicher schaffen, Union Berlin verbrennt meiner Meinung nach Ihren neuen Trainer aus der Jugend usw.
Ich verstehe zwar schon, dass die Jugendtrainer den Verein schon gut kennen und billiger sind, aber letzendes tut man den Trainern kaum einen gefallen damit. Verstehe ehrlich gesagt nicht, weshalb viele nicht mehr auf etablierter Namen bauen gerade, wenn der Verein aktuell eine schwere Zeit durchmacht.
Oh Du mein FCB Meine Liebe rot wie Blut und weiß wie Schnee
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#2
Ich hab ja eher das Gefühl, dass die Jugendtrainer teilweise noch das Beste aus ihren Möglichkeiten machen.
Das so viele scheitern hat eher was mit dem Trend zu tun früh Trainer zu entlassen, die eine Niederlagenserie haben.
Diese Niederlagenserie kann aber nicht immer der Trainer verschuldet haben, da auch Kaderplanung, Mentalität der Einzelspieler und der Mannschaftsgeist großen EInfluss nehmen können auf Erfolg und Misserfolg der Mannschaft.
Und da sind eben auch die Vorstände der jeweiligen Vereine gefragt, die die Kaderplanung absegnen.
Klar mit nem geringen Budget muss man kreativ sein aber manchmal holt man sich auch die Probleme ins eigene Haus (z.B.: Boateng der ältere bei S04, Draxler, Van der Vaart etc. (also generell Spieler die Unruhe verbreiten) )
Auch hilft das ewige Beharren auf die 50+1 Regel seitens der sogenannten Traditionsclubs natürlich nicht weiter, denn die Lage solcher Clubs wird sich langfristig durch Wechsel auf einzelnen Positionen nicht ändern, sondern eher durch ein kluges Konzept mit ausreichender finanzieller Unterstützung. (Betonung auf "kluges Konzept" falls sofort das Gegenbeispiel 1860 kommt)
Ein Trainerwechsel kann natürlich kurzfristig einen neuen Trend setzen, doch wenn das Spielermaterial sich irgendwann abnutzt und nicht ausreichend Unterstützung vom Vorstand kommt, dann ist jeder Trainer zum scheitern verdammt egal ob Jugendtrainer oder etablierter Eremit.
Aber wie schon "Wembley Nacht" geschrieben hat Jugendtrainer sind günstiger und kennen den Verein schon.
Don´t believe everything you read on the internet - Abraham Lincoln
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#3
(04.12 2017, 17:43)cosray8d schrieb:  Ich hab ja eher das Gefühl, dass die Jugendtrainer teilweise noch das Beste aus ihren Möglichkeiten machen.
Das so viele scheitern hat eher was mit dem Trend zu tun früh Trainer zu entlassen, die eine Niederlagenserie haben.
Diese Niederlagenserie kann aber nicht immer der Trainer verschuldet haben, da auch Kaderplanung, Mentalität der Einzelspieler und der Mannschaftsgeist großen EInfluss nehmen können auf Erfolg und Misserfolg der Mannschaft.
Und da sind eben auch die Vorstände der jeweiligen Vereine gefragt, die die Kaderplanung absegnen.
Klar mit nem geringen Budget muss man kreativ sein aber manchmal holt man sich auch die Probleme ins eigene Haus (z.B.: Boateng der ältere bei S04, Draxler, Van der Vaart etc. (also generell Spieler die Unruhe verbreiten) )
Auch hilft das ewige Beharren auf die 50+1 Regel seitens der sogenannten Traditionsclubs natürlich nicht weiter, denn die Lage solcher Clubs wird sich langfristig durch Wechsel auf einzelnen Positionen nicht ändern, sondern eher durch ein kluges Konzept mit ausreichender finanzieller Unterstützung. (Betonung auf "kluges Konzept" falls sofort das Gegenbeispiel 1860 kommt)
Ein Trainerwechsel kann natürlich kurzfristig einen neuen Trend setzen, doch wenn das Spielermaterial sich irgendwann abnutzt und nicht ausreichend Unterstützung vom Vorstand kommt, dann ist jeder Trainer zum scheitern verdammt egal ob Jugendtrainer oder etablierter Eremit.
Aber wie schon "Wembley Nacht" geschrieben hat Jugendtrainer sind günstiger und kennen den Verein schon.

Die Jugendtrainer holen auch ohne Frage meistens sehr viel aus dem verfügbaren Material raus, aber danach wird es halt schwierig die Arbeit konstant fortzusetzen. Man muss doch nur nach Bremen schauen. Nouri und Skripnik haben 1 Jahr lang einen Job gemacht, danach ging es merklich berg ab, weil eben auch das Spielermaterial nicht verbessert wird und so werden Jugendtrainer halt verbrannt oder glaubt hier einer, dass man einen Nouri nochmal in der Bundesliga sehen wird?

Die Vereine überstürzen die Trainersuche meiner Meinung nach. Wenn Sie einen Trainer entlassen und für ein zwei Spiele einen Jugendtrainer befördern, wäre das ja absolut verständlich, aber sobald der Jugendtrainer 2 Spiele gewinnt oder die Mannschaft ihn mag wird ihm ein 2 Jahresvertrag hinterhergeschmissen. Da bekomme ich teilweise das Gefühl, dass man einfach zu faul zum suchen ist.

Würden die Jugendtrainer hochgezogen werden , wenn es dem Verein gut geht, würde ich da nichts dramatisches sehen, aber das ist ja meistens eben nicht der Fall.
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#4
Geiz ist schon lange nicht mehr geil. Und dieses planlose Trainerentlassen und dem noch weniger kompetenten zweiten oder dritten Mann im Glied das Zepter zu überlassen ist zur Unsitte geworden. 5 von 100 werden dann tatsächlich was. Und drei Spiele wirkt es und danach geht's Richtung Abstieg weiter. Die Vereine sind auch wirklich selber schuld. Und die "alten" Trainer hocken beim Arbeitsamt. Auch diese Entwicklung im Fußball ist sagen wir mal bemerkenswert.
ICH HABE KEINE AHNUNG!
-passe somit perfekt hier her-
BAYERNSYMPATHISANTIN
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#5
(05.12 2017, 08:09)Hanna Bach schrieb:  Geiz ist schon lange nicht mehr geil. Und dieses planlose Trainerentlassen und dem noch weniger kompetenten zweiten oder dritten Mann im Glied das Zepter zu überlassen ist zur Unsitte geworden. 5 von 100 werden dann tatsächlich was. Und drei Spiele wirkt es und danach geht's Richtung Abstieg weiter. Die Vereine sind auch wirklich selber schuld. Und die "alten" Trainer hocken beim Arbeitsamt. Auch diese Entwicklung im Fußball ist sagen wir mal bemerkenswert.

Ich finds gut. Lass di inkompetenten Vorstände ruhig deren
Vereine vor die Wand fahren, solange des net beim FCB geschieht alles prima !
Triple 2017 Bayern München


~ FC Barcelona Experte ~

CATALUNYA is NOT spain

"So you wanna be a gangsta , all that shit ..."
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#6
Ich bin da etwas zwiegespalten. Die Mehrzahl der "alten" Trainer - ich rede nicht von den Heynckes, sondern von den Neururers und Co - fiel ja im internationalen Vergleich nicht eben durch übermäßige Kreativität und Erfolg auf. Dieses stumpfe Feuerwehrwesen und das immergleiche Trainerkarussell war eben nicht der Weisheit letzter Schluss.
Daher bin ich ganz froh, dass man es nun auf breiter Basis mit anderen Trainern versucht. Allerdings teile ich auch die Befürchtung, dass da viele Trainer verbrannt werden. Deswegen stehe ich ja auch einem Engagement von Nagelsmann bei uns zum jetztigen Zeitpunkt sehr skeptisch gegenüber. Aber was ist die Alternative? Wir brauchen dringend eine gut ausgebildete, trainingstechnisch und taktisch innovative Trainergeneration, wenn man nicht vollends ggü. Spanien/England ins Hintertreffen geraten will. Ob das klappt, muss man sehen. Ein paar werden rausfallen, ein paar Jugendtrainer bleiben, ein paar Co-Trainer werden. Wenn man irgendwann 10-15 neu etablierte Trainer auf besseren Niveua hat, wäre viel gewonnen.
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#7
Ich denke, dass die jungen Trainer "neuer" Art viel frischen Wind rein gebracht und den deutschen Fußball deutlich nach vorn gebracht haben.
Nur noch mit den alten Tugenden Kampf und Wille gewinnst halt auf lange Sicht auch nichts mehr.
dass sich nicht jeder durchsetzt, ist auch klar und war schon immer so.
Hier könnt so´n komischer Spruch stehen...
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#8
(05.12 2017, 11:16)Jano schrieb:  Ich denke, dass die jungen Trainer "neuer" Art viel frischen Wind rein gebracht und den deutschen Fußball deutlich nach vorn gebracht haben.
Nur noch mit den alten Tugenden Kampf und Wille gewinnst halt auf lange Sicht auch nichts mehr.
dass sich nicht jeder durchsetzt, ist auch klar und war schon immer so.

Wer hat sich den bisher von den Jugendtrainer wirklich durchgesetzt in letzter Zeit? Die einzigen die mir einfallen sind Nagelsmann und Wolf(wobei man dem auch noch abwarten muss), aber die hatten halt kaum Druck bei Ihrer Arbeit. Nagelsmann hat Hoffenheim übernommen als Sie schon im Prinzip abgestiegen waren und es ihm keiner hätte vorwerfen können, wenn er Hoffenheim nicht zum Klassenerhalt führt und Wolf hatte einen spitzen 2. Liga-Kader bei Stuttgart. Alle anderen Jugendtrainer haben aber nicht so ein Glück und werden in Situationen reingeworfen, wo es einfach kaum möglich ist auf Dauer was aufzubauen.
Oh Du mein FCB Meine Liebe rot wie Blut und weiß wie Schnee
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#9
(05.12 2017, 10:43)Beobachter schrieb:  Ich bin da etwas zwiegespalten. Die Mehrzahl der "alten" Trainer - ich rede nicht von den Heynckes, sondern von den Neururers und Co - fiel ja im internationalen Vergleich nicht eben durch übermäßige Kreativität und Erfolg auf. Dieses stumpfe Feuerwehrwesen und das immergleiche Trainerkarussell war eben nicht der Weisheit letzter Schluss.
Daher bin ich ganz froh, dass man es nun auf breiter Basis mit anderen Trainern versucht. Allerdings teile ich auch die Befürchtung, dass da viele Trainer verbrannt werden. Deswegen stehe ich ja auch einem Engagement von Nagelsmann bei uns zum jetztigen Zeitpunkt sehr skeptisch gegenüber. Aber was ist die Alternative? Wir brauchen dringend eine gut ausgebildete, trainingstechnisch und taktisch innovative Trainergeneration, wenn man nicht vollends ggü. Spanien/England ins Hintertreffen geraten will. Ob das klappt, muss man sehen. Ein paar werden rausfallen, ein paar Jugendtrainer bleiben, ein paar Co-Trainer werden. Wenn man irgendwann 10-15 neu etablierte Trainer auf besseren Niveua hat, wäre viel gewonnen.

Wie schon gesagt, mMn würde man das Verbrennen von Jugendtrainern vermeiden, wenn man die Trainer eben in einer Zeit befördert, wo es dem Verein gut geht.
Ich würde es persönlich für Vorteilhafter halten, wenn Vereine die Ihre Trainer entlassen, sich erst einmal einen Feuerwehrmann holen und dann sobald alles überstanden ist, voll auf den Jugendtrainer setzen. Das wäre mMn die klügste Entscheidung die man treffen könnte.

Das die Jugendtrainer die Zukunft sind des deutschen Fußballs will ich nicht abstreiten, dass steht nämlich außer Frage, aber meiner Meinung haben zu wenig davon wirklich eine reale Chance auf eine lange Beschäftigung im 1 und 2. Liga Bereich.
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#10
Gut. Wenn wir rein von Jugendtrainern sprechen, mag das stimmen.
Ich hab mich jetzt allgemein auf "junge" Trainer bezogen.
Vielleicht ein wenig abgeschweift.
Tuchel, Nagelsmann, Tedesco, Fink, usw.
Hier könnt so´n komischer Spruch stehen...
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